Die Klais Orgel der kath. Pfarrkirche St. Barbara, Freiburg Littenweiler

Das Instrument wurde 1962 als erstes Instrument der Firma Klais im Freiburger Raum unter streng limitierten finanziellen Bedingungen erbaut.

Obwohl handwerklich für die damalige Zeit in außergewöhnlicher Qualität gefertigt, ist dem Instrument der enge finanzielle Rahmen der Erbauungszeit anzumerken. So wurde auf die Ausführung eines Principal 16‘ in Metall im Prospekt ebenso verzichtet, wie auf eine ursprünglich geplante spanische Trompete 8‘ im HW. Außerdem ist der Prospektentwurf selbst für die damalige Zeit extrem schlicht gehalten und in einfachster, jedoch nicht minder solider Bauweise ausgeführt. Bemerkenswert ist das für die damalige Zeit reich besetzte Schwellwerk.

Im Laufe der Zeit erfuhr das Instrument nur wenige Änderungen. Die Pfeifen der Register Principal 16‘ und Octavbaß 8‘ wurden um jeweils 2 Halbtöne aufgerückt, das ehemals disponierte Register Baßzink 3f wurde durch eine Holztrompete 8‘ mit Ebenholzkehlen und Mahagoni-Schallbechern ersetzt. Ins Schwellwerk fand eine Schwebung 8‘ ab f° Einzug und die ursprünglich verbaute Oboe 4‘ änderte man in die 8‘ Lage. Ebenfalls wurden die Pfeifen des Rohrpommer 16‘ im HW um 3 Halbtöne im Diskantbereich ab Ton fs° aufgerückt.

Mit den Jahren hat sich an dem substanziell hervorragenden Instrument ein nicht unerheblicher Wartungsstau gebildet, der 2014 eine grundlegende Renovierung erforderlich machte. In diesem Zusammenhang konnten die zur Zeit der Planung des Instruments modernen Seilzugtrakturen durch Holzabstrakten ersetzt werden. Außerdem wurden die noch einwandfrei arbeitenden Doppelhubmagnete der Registeranlage überarbeitet, neu verkabelt und mit einer Setzeranlage versehen. Das Register Cymbel 3f im HW konnte im Rahmen der Arbeiten durch eine Hohlflöte 8‘ nach Vorbild der um wenige Jahre jüngeren Klais-Orgel von St. Peter im Schwarzwald ersetzt werden. Diese Maßnahme wurde reversibel ausgeführt, Stocksohlen, Rasterbretter sowie Pfeifen im Unterbau der Orgel eingelagert. Eine grundlegende Nachintonation rundete die Arbeiten ab, die im November 2014 abgeschlossen werden konnten.

Disposition